v.l.n.r. Fr. Knuth. Hr. Koch, Hr. Mertens, Fr. Wozny, Hr. Schönknecht, Hr. Probst, Fr. Nagl

28.10.2019

Fachtagung "Barrierefreie Stadt"

Nach wochenlangen Vorbereitungen war es endlich soweit: Am Montag, den 28.10.2019 lud Rollers e.V. zur 1.Fachtagung zum Themenfeld „Barrierefreie Stadt“. Sie richtet sich an Akteure und Projekte, die sich mit der Erhebung von Barrieren auseinandersetzen. Es sollten Möglichkeiten für eine bessere Vernetzung dieser Akteure entwickelt werden.

Bei unserer bisherigen Netzwerkarbeit stießen wir auf eine Vielzahl von Akteur*innen, die sich mit der Erfassung von Mobilitätsbarrieren beschäftigen. Dabei fiel auf, dass die Projekte weitgehend isoliert von einander arbeiten.  Die fehlende projektübergreifenden Koordination schien uns nachteilige Folgen für die Effizienz und Qualität der Erhebungen zu haben. Auch wäre eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit vermutlich wirksamer, als die bisherige Vorgehensweise.

Auf unserer Tagung  wollen wir die o.g. Sachverhalte diskutieren und Lösungswege entwickeln.

Dazu luden wir Akteure verschiedener Erhebungsprojekte, der Verwaltung und solche, die Erhebungsprojekte anstoßen oder Fördern können ein. (Projektträger, SenStadtWohn, BA Mitte, Jobcenter Mitte, Stadtteilkoordinationen Mitte, Quartiersmanagements )

Ablauf

Grußwort

Fr.Knuth, Hr. Koch, Fr. Stude

Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Frau Hildrun Knuth.  Frau Knuth erlüteterte das Konzept des „Design for All“ und wies auf die Schwierigkeiten hin, die die Forderung nach Barrierefreiheit vor allem im Bestand mit sich brächte.

Impulsreferat

Diesen Faden nahm Frau Ingeborg Stude von der Koordinierungsstelle barrierefreies bauen beim Senat für Stadtentwicklung und Wohnen auf. Sie berichtete über die Konflikte, die durch Auflagen des Denkmalschutzes bei der Behebung von Barrieren im Bestand, entstehen können und zeigte beispielhafte Lösungen.

Projektvoprstellungen

Anschließend stellten sich 4 Projekte vor, die sich alle mit der Erhebung von Barrieren im städtischen Raum auseinandersetzen. 2 dieser Projekte arbeiten im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen und werden über das Jobcenter finanziert. 2 weitere Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit Quartiersmanagements und werden über das Programm „Soziale Stadt“ gefördert.

Im Einzelnen waren das:

  • Erhebungsprojekt der Firma Schildkröte gGmbH
  • Erhebungsprojekt der Firma Agens GmbH
  • „Anders und doch gleich - Schillerkiez inklusiv“ im Auftrag des Quartiersmanagement Schillerpromenade. (Büros PLUS UMFELD GBR)
  • „Bewegungsfreiräume“ Zugänglichkeitspotenziale im Brunnenviertel“ im Auftrag des QM Brunnenstraße (Rollers e.V.)

Fr. Nagl (PLUS UMFELD GBR), Hr. Mertens (Schildkröte gGmbH), Fr. Wozny (Jobcenter Mitte) Hr. xxx (agens gGmbH)

Die 4 Referent*innen stellten kurz ihre Projekte dar, skizzierten Arbeitsschwerpunkte, Probleme und Best-Praxis-Lösungen. Allen gemeinsam war, dass derartige Erhebungen nur mit großem persönlichem Engagement zu realisieren seien.

(Eine Dokumentation ist in Vorbereitung. Dort werden die Beiträge der Referenten ausführlich beschrieben sein.)

Mittagspause, Hr. Schönknecht (BA Mitte), Hr. Probst (Seniorenvertretung), Hr. Mertens (Schildkröte gGmbH)

Mittagspause

Zur Mittagspause wurde im angrenzenden Nachbarschaftscafè  ein kleiner Imbiss gereicht. An dieser Stelle sei der Nachbarschaftsetage ganz herzlich für all die Unterstützung bei Raumüberlassung, Möblierung, Catering und überhaupt, für die tolle Zusammenarbeit gedankt.

Fachgespräche

Gedacht war das so: 4 jeweils halbstündige Fachgespräche zu konkreten Fragestellungen, die wir uns im Vorfeld überlegt haben.

Tatsächlich verlief die Sache dann ganz anders:  Fragen, die vormittags auftauchten, aber dem Zeitplan zuliebe auf den Nachmittag verschoben wurden, gaben nun die Richtung des weiteren Verlaufs vor.

Gespraechsrunde

Es entwickelte sich eine teils sehr lebhaft geführte Diskussion und ein reger Austausch von Ideen und Anregungen. Einig war man sich, dass die Veranstaltung für alle eine Bereicherung darstellte und man an einer Weiterführung derartiger Vernetzungen interessiert sei.

Die Gespräche führten schließlich zu dem Vorschlag, eine kleine Arbeitsgruppe zu bilden, die grundlegende Fragen der weiteren Zusammenarbeit klären soll. Diese Gruppe solle sich um die weitere Vernetzung kümmern und eine Art Kern bilden, um den herum sich andere Gruppen mit speziellen  Fragestellungen zur barrierefreien Stadt andocken.

Fazit

Zwar hatten wir unser Konzept zum Verlauf der Veranstaltung  weitgehend verlassen, im Ergebnis kamen wir aber genau da raus, wohin uns das Konzept führen sollte:

  • Wir haben erste Schritte zu einer Verbesserung der Netzwerkarbeit und damit zu einer Nutzung von Synergieeffekten eingeleitet
  • Wir werden weitere Folgeveranstaltungen anbieten

Die vielen positiven Feedbacks, die uns nach der Veranstaltung erreichten, freuten uns ganz ungemein! Sie zeigten uns, daß wir auf dem richtigen Weg sind.

Deshalb freuen wir uns schon auf die Arbeit in der nun zu gründenden AG und  auf die nächste Tagung, wenn es wieder heißt,

„Wir machen Mitte!“ –Barierrefrei!